Flüssigkeitsansammlungen im Mittelohr sind eine häufige Erkrankung. Es tritt am häufigsten in der Vorschulzeit auf. Mehr als die Hälfte der Kinder leiden im ersten Lebensjahr an einem Mittelohrerguss. Otitis mit Erguss ist eine Krankheit, die mit einer Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr ohne Schmerzen und Fieber auftritt. Das wichtigste Symptom ist Hörverlust. Lautes Fernsehen des Kindes, verminderte Reaktion auf Geräusche oder verminderte schulische Leistungen sind die Hauptsymptome von Flüssigkeit im Ohr.

Gründe dafür:

Das Mittelohr öffnet sich mit der Eustachischen Röhre zur Nasenhöhle, die Aufgabe der Eustachischen Röhre ist die Belüftung des Mittelohrs. Da die Eustachische Röhre bei Kindern kürzer und horizontal ist als bei Erwachsenen, können Mikroben leichter in das Mittelohr eindringen. Ein weiterer Grund, warum eine Mittelohrentzündung bei Kindern häufiger auftritt, ist das Vorhandensein von Polypen. Das Adenoid blockiert sowohl die Mündung der Eustachischen Röhre als auch eine Quelle für Mikroben, die Mittelohrinfektionen verursachen. Eine unzureichende Entwicklung des Immunsystems bei Kindern und das Vorliegen einer allergischen Rhinitis in einigen Fällen führen auch zu einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr.

Diagnose:

Es kann zu Abstumpfung und erhöhter Vaskularität im Trommelfell, Wölbung in der Membran, Luftblasen hinter dem Trommelfell und manchmal zu einem Kollaps des Trommelfells kommen. Bei der Untersuchung können vergrößerte Polypen und andere Ursachen für Flüssigkeitsansammlungen festgestellt werden. Hörtest und Mittelohrdrucktest bestätigen die Diagnose.

Behandlung:

Die Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Ohr ist in erster Linie eine medikamentöse Therapie. Die antibiotische Behandlung wird für 10-14 Tage begonnen. Zusätzlich werden Hilfsstoffe zur Allergiebehandlung bei Allergikern verabreicht. Wenn adenoide Probleme, Hörverlust und Trommelfellkollaps nach der notwendigen Behandlung und Nachsorge anhalten, sollte eine chirurgische Behandlung erfolgen.

Bei der chirurgischen Behandlung wird die Polypen entfernt, das Trommelfell wird gekratzt und die im Mittelohr angesammelte Flüssigkeit wird gereinigt.

Die Operation wird bei Kindern in Vollnarkose und bei erwachsenen Patienten in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Die Tuben werden nach etwa 6-9 Monaten vom Körper ausgestoßen. Bei sich wiederholenden Rohranwendungen können Langzeitrohre, sogenannte T-Rohre, verwendet werden, die auf der Körperseite nicht einfach weggeworfen werden können.

Nach dem Einführen des Schlauchs sollte das Ohr vor Wasser geschützt werden. Während des Bades können Vaseline-Baumwolle oder Ohrstöpsel verwendet werden.

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